Datenrettung - Definition

Für viele Nutzer ist das Thema Datenrettung zunächst einmal verbunden mit schwerwiegenden Beschädigungen an Speichergeräten, Servern oder Notebooks, resultierend aus Brand-, Wasser- oder Fallschäden. Sicherlich sind dies Beschädigungen die ebenfalls zutreffen, häufiger anzutreffen sind hierbei jedoch Datenverluste die durch versehentliche oder irrtümliche Löschung von Dateien, Ordnern oder kompletten Partitionen entstehen. 

Unabhängig ob es sich hierbei nun um logische oder physikalische Beschädigungen am Datenträger handelt, umschreibt der Begriff "Datenrettung" alle erforderlichen Maßnahmen, die für die Rekonstruktion der verlorenen oder nicht zugänglichen Daten erforderlich sind.

Datenwiederherstellung - Definition

Unter "Datenwiederherstellung" verstehen wir primär alle erforderlichen Maßnahmen um eine logische Beschädigung an einem Datenträger zu beheben. Hierzu zählen auch die Maßnahmen die im Vorfeld der Datenwiederherstellung zwingend bedacht werden sollten, so zum Beispiel die Erstellung einer physikalischen Kopie des Datenträgers der später wiederhergestellt werden soll.

Datenwiederherstellung läßt sich auf alle nur denkbaren Storagebereiche anwenden, beginnend von einer irrtümlich gelöschten Datei bis hin zur Fehlerreplikation innerhalb eines Raid-50 Verbundes. Die Notwendigkeit einer Datenwiederherstellung steht und fällt mit der Bereitschaft des Anwenders auf eine regelmäßige Konsistenzprüfung der gesicherten Daten.

Logische Beschädigungen

Zu den logischen Beschädigungsarten zählen:

  • irrtümliche Löschung
  • vorsätzliche Löschung
  • Virenbefall, Malware, Trojaner
  • Benutzerfehler / Anwendungsfehler

Betroffen hiervon können alle Arten von Dateien, Ordnern oder Partitionen sein:

  • Bootsektoren
  • Programmdateien
  • Datei- / Ordner- oder Partitions-Verschlüsselungen
  • Komponenten des Betriebssystems

Physikalische Beschädigungen

Bei den Physikalischen Beschädigungen sind häufig folgende Szenarien anzutreffen:

  • Fallschäden / Headcrash
  • Defekt am Antriebsmotor / Elektronische Defekte an Platine / Schnittstelle
  • Brand-, Wasser- oder Überspannungsschäden

Üblicherweise sind hiervon grundsätzlich alle Speichergeräte betroffen, insbesondere jedoch:

  • Festplatte (interne und externe) / SSD
  • Server / RAID / NAS und sonstige Backupsysteme
  • Notebook / PC sowie Speicherkarte und USB-Stick
  • Smartphone / Tablet sowie Digitale Anrufbeantworter / Digicams / Tape

Vorsicht beim Format-Befehl unter Windows Vista. Im Vergleich zu Windows-XP gibt es beim Standard Format-Befehl (Vollständige Formatierung des Datenträgers) einen gravierenden Unterschied. Unter Windows Vista schreibt der Standard-Format-Befehl den kompletten Datenträger mit Nullen. Was eine spätere Datenrettung oder Datenwiederherstellung sehr stark einschränkt bis unmöglich machen kann.

Von daher sollte unter Windows-Vista immer die Schnellformatierung gewählt werden, wenn man sich die Chance auf evtl. Datenrettung nach Datenverlust erhalten möchte.

Unter diesem Aspekt empfieht Microsoft unter http://support.microsoft.com/kb/941961/de folgende Optionen zur Formatierung von Datenträgern unter Windows-Vista:

  • Befehlszeile: Mithilfe des Befehls Format q .
  • DiskPart: Verwenden Sie den Format -Befehl zusammen mit dem schnellen Parameter. Weitere Informationen der folgenden Microsoft-Website:
    http://technet2.microsoft.com/windowsserver2008/en/library/56863741-c5f3-4681-8667-2d566c8ddf231033.mspx?mfr=true (http://technet2.microsoft.com/windowsserver2008/en/library/56863741-c5f3-4681-8667-2d566c8ddf231033.mspx?mfr=true)
  • Windows_explorer: Klicken Sie auf das Kontrollkästchen Schnellformatierung durchführen .
  • (diskmgmt.msc) die Datenträgerverwaltung: Klicken Sie auf das Kontrollkästchen Schnellformatierung durchführen .

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